"Erste Hilfe" für Stadttauben

 

Oder: was kann ich tun, wenn ich eine kranke, verletzte, erschöpfte, zu junge Stadttaube finde?

 

1. Die gefundene Taube sollte schnellst möglichst eingefangen werden!

Hier bitte keine Scheu, Tauben sind überhaupt nicht aggressiv und auch wenn zaghafte Gegenwehr-Versuche unternommen werden (Flügelschlagen, o.a.), können wir aus Erfahrung berichten, dass wir noch nie durch eine Taube verletzt wurden.

Sollte die Taube flugfähig sein, jedoch Probleme mit den Füßen haben, wäre es ratsam, die Taube mit Futter anzulocken, um näher an sie heran zu kommen.

In einem ausreichend großen Karton lassen sich Tauben gut transportieren. Keine Plastiktüten nutzen!

Bitte beachten, dass genug Luft in die Transportmöglichkeit herein kommt!

 

2. Verletzte, sehr geschwächte, kranke Tauben brauchen sofort tierärztliche Hilfe!

 

3. Stadttaubenprojekte nehmen die Tiere in Pflegestellen auf!

Kontaktaufnahme mit der nächsten Aufnahmestelle.

Wir nehmen die Tauben auf, kümmern uns um die weitere Versorgung und Betreuung, auch in Kooperation mit Besuchen beim Tierarzt.

Zudem kontaktieren wir Züchter, sollte das Tier eine Brief- oder Ziertaube sein.

Tauben die nach dem Päppeln wieder genesen sind, werden in unsere Taubenhäuser umgesiedelt, für gehandicapte Tauben suchen wir passende Stellen in Gnadenhöfen.

 

4. Kein Tierarzt / kein Stadttaubenprojekt erreichbar:

- Die Taube sollte in einem ruhigen Raum mit Wasser und Nahrung versorgt werden. Zur Erstversorgung reichen Haferflocken oder andere Getreidekörner. Der Raum sollte nicht zu kühl sein.

- Traubenzucker im Wasser aufgelöst gibt erschöpften Tauben etwas Kraft zurück.

- Mischung: Wasser-Fencheltee 1:1, hilft bei Magen-Darmtraktproblemen.

- Bei offenen Verletzungen: Wenn man z.B. "Claudenwatte" zur Hand hat, kann man diese nutzen um Blutungen zu stillen.

- Weichen Untergrund schaffen (Handtücher / Küchentücher).

- Sehr junge Tauben benötigen weiche Nahrung. Manchmal reichen eingeweichte kleine Körner, Küken müssen aber mehrmals täglich mit Aufzuchtsnahrung versorgt werden.

 

Da es ab diesem Bereich schon nicht mehr um "Erste-Hilfe" sondern Taubenaufzucht geht, verweisen wir gerne auf die hilfreichen Informationen der Stadttaubenhilfe-Online.